Tipps zur Futterlagerung im Stall bei wechselndem Wetter

Warum das Wetter ein Feind der Lagerung ist

Der Stall riecht nach feuchtem Heu, das Korn klammert an den Ziegeln – das ist das direkte Resultat von Regen, Frost und Sonne, die im Wechsel auftreten. Kurz gesagt: jedes Wetterkapitel schreibt neue Regeln für das Futter. Wenn die Luft Feuchtigkeit mit sich trägt und doch die Temperatur plötzlich purzelt, verwandelt sich das sonst trockene Futter in ein Nährboden für Schimmelpilze. Und das ist kein kleines Problem, das ist ein echter Notfall für die Pferdegesundheit.

Praktische Maßnahmen

Hier kommt das Handwerk ins Spiel. Erstens: Auf die Lagerfläche achten. Ein stabiler, wasserabweisender Untergrund ist das Fundament. Setze das Heu nicht direkt auf den nassen Beton, sondern lege eine robuste Folie aus oder nutze Gummimatten. Das verhindert, dass die Feuchtigkeit aus dem Boden wieder ins Futter zieht.

Luftzirkulation

Schau, Luftbewegung ist das A und O. Ein einfacher Ventilator, der einmal pro Stunde für ein paar Minuten läuft, kann die Oberfläche trocken halten. Und das gilt besonders an sonnigen, aber kühlen Tagen, wenn die Luft still steht. Ohne Frischluft sammelt sich Kondenswasser – das ist der eigentliche Feind.

Feuchtigkeitskontrolle

Ein Hygrometer im Futterbereich ist kein Luxus, sondern ein Muss. Zielwert liegt bei 12 % bis maximal 15 % Feuchtigkeit. Sobald die Werte darüber klettern, sofort das betroffene Futter umschichten, trocken lagern oder sogar entsorgen. Und zwar nicht erst morgen, sondern jetzt, bevor das Schimmelpilz-Drama losgeht.

Durch das Einhalten dieser Regeln reduziert sich das Risiko, dass dein Pferd an Koliken oder Atemproblemen leidet – das ist das Ergebnis, das wir alle im Auge haben. Und falls du dir unsicher bist, wie du die Feuchtigkeit richtig misst, schau dir die Anleitung auf wetterpferd.com an. Dort gibt’s praktische Tipps und Produktempfehlungen, die im Stall sofort funktionieren.

Ein weiteres Detail: Das Futter nie in direktem Sonnenlicht lagern. Sonne erwärmt das Heu, lässt die Feuchtigkeit entweichen, und plötzlich entsteht ein Mikrokosmos aus trockenen Partikeln, die schnell wieder Feuchtigkeit anziehen. Also immer im Schatten lagern – das spart Energie und verhindert Schwankungen.

Und zum Schluss: Regelmäßig das Futter visuell prüfen. Riechen, fühlen, prüfen – das ist die Praxis, die jeder Stallbesitzer kennen sollte. Wenn du einen unangenehmen Geruch wahrnimmst, das bedeutet: handeln.

Jetzt sofort die Luftzirkulation prüfen und das Futter umschichten.

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